Lichtblick e.V.

Infos zum Verein und zur Vereinsgründung

 
Jedes Jahr erkranken in Oldenburg Stadt, dem Landkreis Oldenburg und dem Ammerland mehr als 2.300 erwachsene Menschen an Krebs, im Weser- Ems- Gebiet sind es im gleichen Zeitraum sogar mehr als 15.000 Erwachsene.
 
Ca. 1/3 der Patienten/-innen sind in einem Alter (≤ 49 Jahre), in dem innerhalb ihrer Familie ein oder mehrere minderjährige Kinder leben.
 
Das bedeutet für die Stadt und den Landkreis Oldenburg und das Ammerland, dass allein hier ca. 380 minderjährige Kinder jedes Jahr von einer neuen elterlichen Krebserkrankung betroffen sind, im Weser- Ems- Gebiet betrifft dies 2.425 Kinder und Jugendliche.
 
Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, betrifft dies immer das gesamte familiäre System. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es vorher war. 
Ehepartner sind mit der Situation überfordert, es gibt emotionale, soziale und finanzielle Einbrüche.
 
Die Kinder in diesen Familien müssen miterleben, wie ihre Mutter oder ihr Vater oft wochen- oder monatelange Chemotherapien, Bestrahlungen oder andere Behandlungen mit teils schweren Nebenwirkungen über sich ergehen lassen müssen, um wieder gesund zu werden. Schon hierdurch sind die Kinder seelisch schwer belastet.
Ein Teil dieser Kinder erlebt jedoch nicht nur dieses schreckliche, lang andauernde Prozedere, sondern wird am Ende auch noch mit dem Tod des geliebten Elternteils konfrontiert.
 
Kinder sind in dieser traumatischen Situation ganz besonders betroffen von starken Emotionen wie schweren Ängsten, tiefer Traurigkeit, Verlassenheits- und Einsamkeitsgefühl, Aggression, Rückzug und Ohnmacht. Sie leiden unter Schlafstörungen, psychosomatischen Schmerzen und regressiven Verhaltensstörungen.
 
Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, brauchen die Kinder und ihre Familien dringend Hilfe, und zwar umgehend, von Anfang an, und über die gesamte Dauer der Erkrankung!
 Trauer Kind
Entsprechend unserer Vereinssatzung werden die Kinder krebserkrankter Eltern von deren Krankheitsbeginn an kontinuierlich über die gesamte Krankheitsdauer hinweg psychologisch und psychosozial unterstützt, indem sie von einer psychotherapeutischen Fachkraft beraten, betreut und, bei Bedarf psychotherapeutisch behandelt werden. 
 
Wir arbeiten präventiv, um einer späteren, schweren Traumatisierung vorzubeugen.
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